7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Shopping und im Gebrauch mit deiner Kleidung.

Was kannst du tun, um beim Shopping und bei dem Gebrauch deiner Kleidung nachhaltiger zu handeln? Ich zeige dir 7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit für deinen Kleiderschrank.

Auf Nachhaltigkeit innerhalb der Modeindustrie zu achten, ist nicht nur für die Umwelt gut. Es ist auch gut für die Arbeitskräfte in den Fabriken und in der Rohstoffproduktion sowie für deine eigene Gesundheit.
In diesem Artikel möchte ich dir aufzeigen, auf welche Punkte du beim Kauf- und Nutzungsverhalten achten kannst, um die Nachhaltigkeit innerhalb der Modeindustrie zu fördern.
Kleiner Hinweis für dich: Bevor du dir meine 7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit in deiner eigenen Textilwirtschaft durchliest, schaue dir doch mal den Beitrag zur Frage „Warum ist es wichtig bei der nächsten Shoppingtour auf Nachhaltigkeit innerhalb der Modeindustrie zu achten?“ an. Das ist ein guter Start, für alle die, die noch gar nicht so richtig wissen, warum es eigentlich so wichtig ist auf Nachhaltigkeit vor allem in der Textilindustrie zu achten.

TIPP 1: Good bye fast fashion, hello slow fashion – Nachhaltige Mode

Mein erster Tipp für mehr Nachhaltigkeit beim Shopping ist keine bahnbrechende Neuheit! Er gehört aber hier rein. Achte beim Kauf von Mode doch einfach mal mehr auf die Art und Weise, wie sie hergestellt wurden und aus welchen Materialien sie bestehen. Es gibt viele Labels, die Kleidung aus umweltfreundlichen Materialien, mit umweltfreundlichen Verfahren und unter fairen Arbeitsbedingungen herstellen. Man findet diese oft unter den Begriffen “Nachhaltige Mode”, “Eco Fashion” oder “Sustainable Fashion”.

Was versteht man unter umweltfreundlichen Materialien?

Die meisten konventionell hergestellten Kleidungsstücke bestehen zum größten Teil aus künstlich hergestellten Fasern. Diese geben beim Waschen kleinste Plastikteile (Mikroplastik) in unseren Wasserkreislauf ab. Das Mikroplastik gelangen so in unsere Umwelt und belastet diese. Dabei gibt es auf dem Markt schon sehr viele nachhaltige Alternativen, die einen natürlichen Ursprung haben. Das sind beispielsweise Leinen, Bio-Baumwolle und Hanf. Aber auch künstlich jedoch nachhaltig hergestellte Fasern ökologischen Ursprungs sind mittlerweile weit verbreitet. Beispiele dafür sind Lyocell aus Eukalyptusholz oder eine Zellulosefaser aus Algen. 

Was beinhaltet Umweltfreundlichkeit bei nachhaltiger Mode?

Wird bei der nachhaltigen Mode auf die Umweltbelastung und somit auf die Vermeidung von umweltbelastenden Substanzen geachtet, dann stehen beispielsweise der Verzicht von umweltschädlichen Chemikalien im Fokus. Das ist gut für die Umwelt und auch für deine Gesundheit. Zudem wird bei der Herstellung von umweltbewusster Kleidung der Einsatz der Ressourcen wie Wasser und Energie, unserer Umwelt zuliebe, möglichst gering gehalten. 

Was beinhalten die sozialen Arbeitsbedingungen bei nachhaltiger Mode? 

Wird bei der nachhaltigen Mode auf soziale Arbeitsbedingungen geachtet, so stehen beispielsweise angemessene und geregelte Arbeitszeiten, faire Löhne und ausreichender Arbeitsschutz im Fokus. Vorallem jedoch auch ein Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie das Verbot von Diskriminirung und Gewalt.  

Woran erkennt man nachhaltige Mode? 

Doch wie erkennst du nachhaltige Mode? Dabei ist ein Blick auf die Zertifizierungen das Eindeutigste. Doch bei den verschiedenen Siegeln wie Naturtextilien IVN zertifiziert BEST, GOTS, FAIR WARE FOUNDATION, Naturland und Blauer Engel gibt es deutliche Unterschiede. So umfassen manche Siegel nur die verwendeten Rohstoffe, manche betrachten den gesamten Herstellungsprozess inklusive der Herstellung der Rohstoffe und wiederum andere betrachten nicht die Kleidung an sich, sondern lediglich die Arbeitsbedingungen unter denen diese hergestellt wurden.
Schau dir deshalb die verschiedenen Siegel einmal genauer an und entscheide für dich, welches der Siegel genau die Aspekte beinhaltet, die für dich wichtig sind.
Sind dir besonders die sozialverträglichen Arbeitsbedingungen wichtig? Dann schau dir mal meinen Beitrag zum Siegel FAIR WEAR FOUNDATION an. Das Siegel umfasst zwar nicht die Art der Herstellung der Kleidung, es ist jedoch eines der Siegel mit den strengsten Anforderungen an die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsumfeld bei der Herstellung von Kleidung. 
Ist dir jedoch neben den Arbeitsbedingungen auch eine umweltfreundliche Herstellung über den gesamten Herstellungsprozess und die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien wichtig, dann sind das GOTS-Siegel und die IVN-Zertifizierung gute Erkennungszeichen. Willst du mehr, zu den all umfassenden Siegeln der Textilwirtschaft wissen? Schau dir mal meine Beiträge zum GOTS-Siegel und zur IVN-Zertifizierung an.

Deshalb ist Tipp1 so cool für deine nächste Shoppingtour

Natürlich ist nachhaltige Mode auch teurer als die konventionell hergestellte Kleidung. Aber weißt du, was ich besonders klasse daran finde? Erstens kauft man nicht kopflos alles, weil es so günstig ist und man sich nicht entscheiden muss. Man wählt viel gewissenhafter aus. So vermeidet man definitiv häufiger Fehlkäufe. Zweitens ist die Kleidung nicht nur besser für die Umwelt und die Menschen, die sie herstellen, sondern auch für deine Gesundheit. Somit trägst du gute Kleidung mit einem guten Gewissen. Und mal ehrlich – Öko-Mode ist nicht das, was sie früher mal war. Die Fair Fashion Labels sind mal mindestens genau so stylish wie die Fast Fashion Mode, mit der sowieso jeder dritte rumläuft. Also halte bei deiner nächsten Shoppingtour die Augen auf nach tollen Labels wie Jan’n June, Armedangels, Lanius, Lana, Thinkingmu und und und (um nur mal ein paar zu nennen).

TIPP 2: Capsule Wardrobe – Wenig Teile aber unendlich viele Kombinationen

Mein zweiter Tipp ist: Erstelle dir deine eigene Capsule Wardrobe.

Was ist eigentlich diese Capsule Wardrobe von der alle sprechen?

Der Grundgedanke des Capsule Wardrobe ist: Man braucht nicht viel um einen Kleiderschrank voller verschiedener Outfits zu haben. Das klingt erstmal komisch, ist jedoch ganz einfach. Der minimalistische Kleiderschrank ist ein Trend, der seit einiger Zeit in aller Munde ist. Entstanden ist er jedoch schon in den 70er Jahren von Susie Faux in London.
Doch wie funktioniert das eigentlich?
Capsule Wardrobe bedient sich dem Prinzip des Minimalismus. Die Gründerin des Trends sagt, dass 37 Kleidungsstücke pro Saison ausreichend sind, um einen vollen Kleiderschrank mit genügenden Outfits zu haben.

Wie funktioniert das Prinzip?

Erstmal stellst du dir in deiner Capsule Wardrobe sozusagen eine Kapsel von Kleidungsstücken zusammen. Die Kapsel enthält viele minimalistische Mode-Pieces und Basics. So hast du mit den Stücken ganz viele Kombinationsmöglichkeiten. Und das ohne dabei überstylt oder kunterbunt auszusehen. Natürlich dürfen in deiner Capsule Wardrobe nicht die Highlights und echten Hingucker fehlen. Denn die kannst du geschickt mit den Basic-Teilen kombinieren, sodass ein Außenstehender noch nicht einmal mitbekommt, dass du häufig dasselbe Kleidungsstück trägst. 

Was sind die Vorteile an der Capsule Wardrobe und das Besondere an dem Tipp?

Das wirklich Coole und Interessante an dem Prinzip ist, dass du dir mehr Gedanken über deine Kleidungsstücke machst und dich mehr mit ihnen beschäftigst. Du lernst deinen eigenen Kleiderschrank viel mehr zu schätzen. Du findest immer neue Kombinationsmöglichkeiten, ohne dir neue Kleidungsstücke zu kaufen. Das schont dann nicht nur deinen Geldbeutel und fördert deine Kreativität, sondern hilft auch enorm unserer Umwelt. Denn je mehr Kleidung gekauft und produziert wird, vor allem durch konventionelle Verfahren hergestellte Kleidung, desto mehr wird unsere Umwelt belastet. Sei es durch Mülle, Chemikalien oder auch CO2. 

Und wie fängt man jetzt am besten damit an?

Ausmisten ist voll im Trend. Also fang doch mal an und stell dir deine Kapsel zusammen. Natürlich sollst du jetzt nicht deinen Kleiderschrank auf 37 Kleidungsstücke reduzieren. Beschäftige dich doch einmal mehr mit deinen Teilen und schau was du wirklich trägst, was wirklich noch passt und wie was vor allem zusammen passt. Stell neue Kombinationen zusammen und entdecke Teile ganz neu. Sei mutig und probiere verschiedene Farbkombinationen und einen wilden Muster-Mix aus. Vielleicht entdeckst du ja einen komplett neuen Stil für dich.

Eines meiner Lieblingsstücke im Kleiderschrank ist übrigens das lässige Blusenkleid mit Blumenprint, was ich als Kleid an sich tragen kann, als Kleid mit einem einfarbigen Pullover drüber aber auch als Jacke offen über Basic-Shirt und einer Jeans. 1 Teil, 3 Looks! Cool, oder?

Und noch ein Hinweis zum Ausmisten:
Denke beim Ausmisten immer daran, dass es nicht darum geht die Sachen wegzuschmeißen. Das verursacht nur Textilmüll der unserer Umwelt schadet. Solltest du schöne Stücke dabei haben, denen du ein schönes neues Zuhause wünschst, dann versuche lieber die Kleidungsstücke zu verkaufen, zu verschenken oder tausche sie mit Freunden. Auch spenden ist hier eine super Alternative. Du tust etwas Gutes für die Umwelt und bereitest jemandem eine Freude.

TIPP 3: Mehr als einmal geliebt – Second Hand

Mein Tipp 3 ist: Kaufe Second Hand. Genau. Kaufe öfter auch mal Kleidungsstücke, welche für dich deine neuen Lieblingsstücke werden können, obwohl schon jemand vor dir die Kleidung geliebt hat. Second Hand ist dabei nicht nur schonend für die Umwelt, sondern auch gesünder für dich. Zudem schonst du bei dem Kauf von bereits getragenen Teilen auch noch deinen Geldbeutel. Außerdem ist Second Hand Mode auch wieder voll im Trend. Früher wurde das Thema gleichgesetzt mit “man kann sich nichts anderes leisten”. Doch heute sieht es ganz anders aus. In Second Hand Shops, ob online oder offline, Flohmarkt oder Tauschbörsen, man findet echt individuelle Schätze, es ist nachhaltig, macht Spaß und häufig ist es auch günstiger. Das klingt doch nach einem echten Win-Win-Geschäft, oder?

3Tipp Second Hand Mode - 8 Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Shopping und im Gebrauch mit deiner Kleidung - slowli

Warum ist Second Hand Kleidung gesünder für mich?

Neue Kleidung ist oft durch die Herstellungsprozesse wie beispielsweise das Färben oder Bleichen mit Chemikalien belastet. Die Second Hand-Kleidung wurde hingegen schon oft gewaschen. Du kannst also davon ausgehen, dass alle chemikalischen Rückstände längst die Kleidungsstücke verlassen haben. Das bedeutet, dass deine Haut diesen nicht mehr ausgesetzt ist und so schonst du deine eigene Gesundheit. Neben deiner Gesundheit wird es dir außerdem die Umwelt danken. Denn warum sollte ein Kleiderleben bereits nach einer Trägerin oder einem Träger enden?

Warum ist Second Hand Kleidung besser für die Umwelt?

Besonders wertvoll für unsere Umwelt ist die Tatsache, dass durch den Kauf von bereits getragener Kleidung keine Ressourcen wie Wasser oder Energie für die Produktion neuer Mode aufgebracht werden müssen. Zudem entstehen keine Umweltbelastungen durch die Abgabe von umweltbelastenden Substanzen in die Luft oder in die Gewässer.
Auch ist Second Hand Kleidung in der Regel unverpackt. Somit muss für Kleidung aus zweiter Hand nicht extra neues Verpackungsmaterial wie Plastiktüten hergestellt werden. So entsteht dann auch kein Extra-Müll.
Durch den Konsum sowie Verkauf von bereits getragener Kleidung wird außerdem auch nicht so viel Textilmüll produziert. Plattformen wie beispielsweise Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt machen es uns super leicht Stücke zu verkaufen oder auch zu kaufen. Hier können wir super aussortierten Kleidungsstücke zu Geld machen und selber Schnäppchen schießen.

Warum ist Second Hand auch gut für meinen Style?

Natürlich kannst du das neuste Modestück aus der neusten Kollektion kaufen. Solltest du jedoch nicht die überteuerten Limited Editions vom Designer bevorzugen, dann kaufst du zu meist ein Kleidungsstück, womit jeder dritte rumläuft. Bei Second Hand Mode ist das zwar auch nicht immer anders, aber hier kann man noch echte Raritäten oder Vintage Stücke aus alten Zeiten finden und neu entdecken. Da ist dann doch auch Mal ein echtes Unikat dabei! Probier es doch mal aus und shoppe das nächste mal in Second Hand Geschäften oder auf Onlineplattformen für gebrauchte Kleidung. Ich bin ein richtiger Second-Hand-Fan geworden. 

TIPP 4: Reine Kleidung, reine Umwelt – Nachhaltig Waschen

Natürlich möchte jeder saubere Kleidung. Ich auch! “Waschen schadet unserer Umwelt”, ist in diesem Zusammenhang ein schnell gesagter Satz. Doch was sollen wir sonst machen, um unsere Kleidung sauber zu bekommen?
Es gibt natürlich auch einige, die versuchen auf das Waschen zu verzichten, in dem sie beispielsweise ihre Jeans in das Gefrierfach packen oder andere spannende Aktionen starten, um die Kleidung sauber zu bekommen.
Durch diesen Tipp möchte ich dich nicht davon abhalten deine Kleidung zu waschen. Ich möchte dir aufzeigen, was du beim Waschen deiner Kleidung beachten kannst, um dein Waschverhalten unserer Umwelt zur Liebe ein wenig umzustellen. Also aufgepasst bei Tipp Nummer 4, der sich auf den Gebrauch mit deiner Kleidung bezieht.

Mikroplastik durch synthetische Fasern

Die Wissenschaft schätzt, dass das Waschen von 100.000 Textilien, welche aus synthetischen Fasern besteht, zwischen 0,65 und 3,9 Kilogramm Mikroplastik in den Wasserkreislauf abgibt. Natürlich ist es nun einfach auf Kleidung aus synthetischen Fasern zu verzichten, jedoch möchte das nicht jeder. Gerade bei Sportkleidung weisen die künstlichen Fasern deutliche Vorteile auf. Wer also Kunstfasern nicht vollkommen aus seinem Kleiderschrank verbannen möchte, der kann beim Waschen einen speziellen Wäschebeutel verwenden. Dieser fängt die synthetischen Fasern ab. So gelangen diese nicht in den Wasserkreislauf und verschmutzen demzufolge auch nicht unsere Umwelt. Falls du gar nicht weißt, in welchen Kleidungsstücken künstliche Fasern vorhanden sind, dann kannst du dir die Inhaltsstoffe in deiner Kleidung aufschlüsseln lassen. Hierfür gibt es spannende Apps wie Codecheck.

Das richtige Waschmittel

Eine Vielzahl der Waschmittel in der Drogerie enthalten neben Enzymen, Farbstoffen und Tensiden auch künstliche Duftstoffe und optische Aufheller sowie Mikroplastik. Diese Stoffe gelangen durch den Waschvorgang in unseren Wasserkreislauf und belasten dadurch unsere Umwelt. Aber auch indirekt, durch die Verwendung von beispielsweise Palmöl oder Rohstoffen auf Rohölbasis, nehmen konventionelle Waschmittel einen negativen Einfluss auf unsere Umwelt. Deshalb habe ich hier ein paar Alternativen zum konventionellen Waschmittel.

BIO-Waschmittel

Die Verwendung von BIO-Waschmittel hilft dabei die Abgabe an chemischen Substanzen in unseren Wasserkreislauf zu reduzieren. Denn BIO-Waschmittel werden aus natürlichen Rohstoffe hergestellt und beinhalten somit keine der vorher erwähnten, chemischen beziehungsweise umweltschädlichen Substanzen. Genau wie auch das konventionelle Waschmittel findest du sie in den üblichen Drogerie- und Supermärkten wie DM, Rossmann, Müller, REWE, EDEKA sowie in den BIOLäden wie Naturata und Co. Die Waschmittel gibt es in den bekannten Formen, flüssig sowie auch als Pulver. Gängige BIO-Waschmittel sind beispielsweise Ecover, Sonett, Almavin, Ulrich Natürlich oder Memo.

Hausgemachtes Waschmittel

Wenn du versuchen möchtest ganz auf den Kauf von Waschmittel zu verzichten, kannst du dir dein Waschmittel auch ganz einfach selber machen. Dann weißt du auch ganz genau, was drin steckt. Waschmittel kannst du dir einfach aus Kastanien oder Efeu herstellen. Wenn du dich schon ein wenig mit BIO-Waschmittel ausprobiert hast und nun den nächsten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit wagen magst, dann ist das Selber-Herstellen perfekt!

Ohne Waschmittel

Willst du ganz auf Waschmittel verzichten oder deine Nutzung von Waschmittel stark reduzieren, dann kannst du beispielsweise auf einen Waschball oder auf Waschnüsse zurückgreifen.
Waschbälle haben dabei zwei Funktionen. Zum einen besitzen die Waschbälle im inneren kleine Kugeln aus natürlichen Mineralien. Diese geben beim Kontakt mit Wasser negativ geladenen Ionen ab. Diese Ionen lösen den Schmutz aus der Kleidung ohne die Zugabe von Waschmittel. Zum Anderen reiben die Waschbälle an der Kleidung und Verstärken dadurch die Waschkraft. Bei der Verwendung von Waschbällen musst du selber für dich entscheiden, ob die Wäsche so verschmutzt ist, dass du eine geringe Menge an Waschmittel zu der Wäsche hinzugegeben magst oder ob es ganz ohne Waschmittel ausreicht. Bedenke jedoch bei der Verwendung von Waschbällen, dass diese in keiner Weise einen Duft an die Wäsche abgeben. Somit ist deine Wäsche zwar nach dem Waschen sauber, hat aber nicht den typischen Duft nach frisch gewaschener Wäsche. Hier kannst du aber auch mit einer kleinen Menge an Waschmittel nachhelfen. Taste dich einfach ganz langsam an die Waschbälle ran und finde deine eigene Mischung. Es ist jedoch in jedem Fall so, dass du durch die Verwendung von Waschbällen deine verwendete Menge an Waschmittel über einen längeren Zeitraum zwischen 80 und 100 Prozent reduzieren kannst.

Die Früchte des Waschnussbaums, welcher auch als Seifenbaum bekannt ist, sind die Waschnüsse. Sie enthalten Saponine. Dieses sind waschaktive Substanzen, welche die Waschnuss zu einem Waschmittelersatz macht. Die Schalen der Waschnüsse werden dabei einfach in einem Säckchen oder in einem Wäschebeutel mit in die Waschmaschine gegeben.
Waschnüssen haben sowohl Vor- also auch Nachteile.
Der wahrscheinlich größte Vorteil ist, dass die Waschnüsse rein natürlich sind und ohne besondere chemische Prozesse verarbeitet werden. Außerdem ist der Herstellungsprozess ressourcenschonend. Waschnüsse sind bei uns schon ziemlich verbreitet. Du findest sie in den gängigen Drogeriemärkten sowie natürlich in Biomärkten. Ein Nachteil der Waschnüsse ist die Verwendung bei weißer Wäsche. Denn aufgrund der Tatsache, dass die Nüsse keine natürliche Bleichfunktion besitzen kann weiße Wäsche schnell vergilben. Der größte Nachteil ist jedoch die Herkunft. Die Nüsse wachsen in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und müssen demzufolge einmal durch die Welt transportiert werden, um von uns verwendet werden zu können. Eine Alternative zu Waschnüssen ist die, im vorangegangen schon angesprochene Herstellung deines eigenen Waschmittels aus Kastanien oder Efeu. Hier findest du eine Anleitung für dein eigenes Waschmittel aus Kastanien.4 Tipp nachhaltig Waschen mit Waschnüssen - 8 Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Shopping und im Gebrauch mit deiner Kleidung - slowli

Waschverhalten, Temperatur und Programmdauer

Natürlich kommt es beim nachhaltigen Waschen nicht nur auf das verwendete Waschmittel an, sondern auch auf das allgemeine Verhalten beim Waschen. Neben der Häufigkeit des Waschens kommt es noch auf andere Faktoren an, welche dieses nachhaltiger macht. Es ist ein weit verbreiteter Gedanke, dass Wäsche bei 30 oder 40 Grad nicht richtig sauber wird. Es gibt viele Länder, in denen lediglich mit kaltem Wasser gewaschen wird und die Wäsche trotzdem sauber ist. Somit solltest du im Rahmen einer nachhaltigen Waschkultur darauf achten, dass du deine Wäsche möglichst nur bei 30 oder 40 Grad wäschst. So sparst du viel Energie und schonst die Umwelt. Aber nicht nur die Gradzahl ist entscheidend. Ebenso kannst du Energie sparen, in dem du für die Wäsche Kurzwaschprogramme nutzt. Deine Wäsche wird dabei genauso sauber, wie mit einem intensiven Langwaschprogramm. Der Unterschied ist die Energie, die du dabei sparst.
Das nachhaltige Waschen fängt zwar schon beim Kauf einer Waschmaschine an, ich will hier aber niemanden zum Kauf einer neuen Waschmaschine zwingen. Mit der Temperatur und der Wahl des richtigen Waschprogramms kannst du schon einiges an Energie sparen. Wenn du aber eh gerade vor der Entscheidung stehst dir eine neue Waschmaschine zuzulegen, dann achte darauf, dass die Waschmaschine eine gute Energieklasse ausweist. Du erkennst eine gute Energieklasse an den Bezeichnungen A+, A++ sowie A+++. Dabei ist die Energieklasse A+++ natürlich für die Energiebilanz die beste, ob es natürlich eine Maschine mit der Klasse sein soll/kann, entscheidest du beziehungsweise dein Budget. Denke aber immer daran: Je weniger Energie und Wasser du verbrauchst, je geringer wird auch deine Nebenkosten- und Stromabrechnung und desto mehr freut sich unsere Umwelt!

TIPP 5: Aus alt mach neu – Upcycling?

Aus alt mach neu! Genau das ist mein nächster Tipp für dich, um mehr Nachhaltigkeit in deine eigene Textilwirtschaft zu bringen.

Woher kommt der Begriff Upcycling?

Das Wort Upcycling kommt von den zwei englischen Wörtern up (nach oben) und recycling (Wiederverwertung). Erstmals verwendet wurde der Begriff von dem Ingenieur Reiner Pilz im Jahre 1994 gegenüber der englischen Zeitung Salvo. In dem dort niedergeschriebenen Artikel bezeichnete Pilz das Recyclen als Downcycling (Abwertung) und die tatsächliche Wiederverwertung von Rohstoffen als Upcycling (Aufwertung).
Der Ingenieur Pilz hat sich schon zu der Zeit mit seinem Unternehmen der Pilz GmbH mit diesem Thema beschäftigt. So achtet das Unternehmen darauf, dass bei dem Abriss von Häusern die Dachziegel nicht geschreddert werden, um als Untergrund von Pflastersteinen genutzt zu werden, sondern dass die alten und noch völlig intakten Dachziegel gereinigt werden und bei einem neuen Haus wieder zum Einsatz kommen.
Um nun die Fragen zu beantworten, warum wir von Upcycling und nicht Recycling sprechen und was für Ideen es gibt, um alte Kleidungsstücke zu neuen und modischen Stücken zu machen, erkläre ich dir zunächst was genau Recycling und was Upcycling ist.

Was ist Recycling?

Beim Recycling steht die Nutzung der Rohstoffe der zu entsorgenden Kleidungsstücke im Vordergrund. Diese sollen genutzt werden, um neuen Produkte von meist minderem Wert zu erstellen. Ein Beispiel dafür ist eine alte Jeans oder ein altes Buch. Diese werden geschreddert und zu Dämmwolle verarbeitet. Aber auch das Zerkleinern von alten Textilien zur Herstellung von Putzlappen zählt zum Recycling.
In den letzten Jahren, hat sich das Recycling jedoch weiterentwickelt und gewandelt, so findet man am Textilmarkt heutzutage mehr und mehr Produkte, die aus recycelten Materialien wie beispielsweise PET-Flaschen bestehen. Diese sind T-Shirts, Rucksäcke, Taschen sowie andere Modestücke und Accessoires. Hier entsteht ein Produkt, welches nach dem Recycling-Prozess eine höhere Wertigkeit besitzt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Produkte zwar der Umwelt, durch das Wiedernutzen von Materialien, helfen, jedoch auch auf einer gewissen Weise schaden. Denn das Recycling der alten Rohstoffe benötigt viel Ressourcen wie Wasser und Energie und wird zumeist in aufwendigen Verfahren vollzogen.
Den Recyclingmarkt beherrschen heutzutage immer noch die Produkte, welche aus den verarbeiteten Rohstoffen der entsorgten Kleidungsstücke hergestellt werden und einen minderen Wert besitzen, wie die genannten Putzlappen.

Was ist Upcycling?

Dem Recycling steht das Upcycling entgegen. Denn das Upcycling beschreibt das Aufwerten von alten Kleidungsstücken, um ihnen ein neues Leben zu schenken. Klingt schön, oder?
Es soll ein Mehrwert geschaffen werden, um die bereits aussortierten Kleidungsstücke wieder neu aufleben zu lassen. Zwar wurde der Begriff Upcycling im Jahre 1994 das erste Mal erwähnt, jedoch wird es schon viel länger praktiziert. Wer kennt es nicht noch von seiner Oma oder Mama? Alte aussortierte Textilien wurden so geschickt aufgemotzt, dass diese wieder hochmodern waren. Oder die Textilien wurden genutzt, um etwas Neues Tolles zu entwerfen. Ich selber hatte früher mega die coolen Gardinen mit Rittern darauf. Als diese ausgesondert wurden, weil sie langsam den Geist aufgegeben hatten, hat meine Mama mir aus den noch heilen Stücken der Gardine zwei tolle Kissenbezüge für mein Bett genäht. Oder kennt ihr noch den Begriff Flickenteppich? Meine Oma hatte einen so coolen Teppich in ihrem Flur. Und ja, er wurde aus den alten und aussortierten Kleidungsstücken der ganzen Familie gewebt. Wie cool ist das eigentlich?
Eine längere Zeit war Upcycling nicht mehr in aller Munde und ist aus den Köpfen der Menschen verschwunden. Denn früher war es tatsächlich kein Hobby der Menschen, sondern eine Tätigkeit aus der Not heraus, weil sie sich nichts anderes leisten konnten. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum das Upcycling eine ganze Weile lang von der Bildfläche verschwunden war. Heute erwacht es wieder zum neuen Leben. Wie wunderbar!

Warum ist Upcycling besser als Neuware oder als Recycling?

Grundsätzlich liegt es ja ganz nah, warum Upcycling deutlich besser für unsere Umwelt ist als sich etwas Neues zu kaufen. Das Zauberwort ist dabei Ressourcen. Denn das Schonen unserer endlichen Ressourcen ist ein wichtiger Beitrag zu einer umweltbewussten und nachhaltigen Lebensweise.
Aber auch das Vermeiden von Müll ist ein wichtiger Beitrag, um unsere Welt ein wenig besser zu machen. Im Beitrag zum Thema “Warum beim Shoppen auf Nachhaltigkeit achten?”, habe ich darüber geschrieben, dass die Deutschen den Europameistertitel für das Produzieren von Textilmüll tragen. Da liegt es ja nah, dass wir alle ein wenig darauf achten sollten, dass wir unsere Kleidungsstücke auch über den normalen Lebenszeitraum hinweg nutzen und nicht gleich zur Mülltonne laufen. Genau hier kommt das Upcycling zum Zuge!
Aber nicht nur unserer Umwelt zu liebe ist das Upcycling ein mega Tipp. Auch kann man damit andere echt zum Staunen bringen, wenn man mit einem neuen Accessoire oder sogar einem ganz neuen Kleidungsstück zum nächsten Mädelsabend kommt und die Freundinnen fragen: “Wo hast du denn das mega tolle Stück her?” und deine Antwort ist einfach nur: “Das ist meine alten kaputten Jeans mit den Flecken!”.

Tipps fürs Upcycling!

Tipps für das Upcycling gibt es wie Sand am Meer. Ich werde dir gleich noch ein paar richtig coole aufzeigen. Aber der wahrscheinlich individuellste und einfachste Tipp ist, lass’ einfach deiner eigenen Kreativität freien Lauf. Du kannst wirklich aus fast allem, fast alles machen. So entstehen Sachen, an die du zuvor gar nicht gedacht hast.

Neben den aktuellen Trends wie Cross-Bags, Scrunchies, Turnbeutel und co. kannst du dir aus ein paar alten Jeans eine coole neue Kosmetiktasche oder Kopfkissen nähen. Du kannst aber auch Stofffetzen aus alten T-Shirts machen und anschließend ein cooles Makramee daraus zaubern. Super schick und zugleich praktisch finde ich eine Getränketasche mit Schulterriemen aus einer alten Jeans. Aber man muss auch nicht immer gleich die Nähmaschine zur Hand nehmen, um neue stylische Teile zu kreieren. Du kannst auch einfach eine alte Jeans oder ein altes Shirt besticken. Das funktioniert selbst bei Schuhen. Oder du nähst ein paar Patches auf ein Oberteil, bestempelst es oder bemalst es mit Textilfarbe. Was ich demnächst unbedingt ausprobieren mag, ist das Färben mit natürlichen Rohstoffen. Zum Beispiel kannst du mal wieder im Retro-Style Batik ausprobieren mit einem alten weißen Shirt und einer Avocado. Es gibt so unglaublich viele tolle Ideen. Dazu werde ich dir mal einen separaten Artikel schreiben.

TIPP 6: Auch eine Liebe auf Zeit ist eine schöne Liebe – Mieten statt kaufen?

Mein Tipp 6 für dich. Hast du schon mal vom Kleider leihen gehört? Ganz bestimmt sogar, wenn es um Kostüme und festliche Kleidung geht. Aber wusstest du, dass du dir deine Alltagskleidung auch ganz einfach leihen kannst? Ist das nicht cool? Mieten statt kaufen heißt das Zauberwort. Es gibt in Deutschland schon einige Anbieter, bei denen du Mode leihen kannst.

Hier kannst du Mode leihen

Vorreiter für das Mieten von Kleidung ist der Amerikaner Renttherunway. In Deutschland gibt es für Damenmode STAY AWHILE, unown, re-nt, myonbelle, fairnica, skfk, mud Jeans und für Kindermode kilenda sowie Tchibo Share und Räubersachen.

Vorteile vom Kleider leihen

Vor allem bei Kinder- und auch Umstandsmode sagen viele, ja klar macht total Sinn. Die Kleinen und auch der Schwangerschaftsbauch wachsen so schnell aus den Größen raus, da ist das Leihen der Kleidung eine klasse Alternative.
Aber auch bei der Damenmode ergibt das Ganze total Sinn. Denn mal Hand aufs Herz: Wie häufig hattest du schon Fehlkäufe? Wie häufig fandest du ein Stück eine Saison lang total klasse, hast es super gern getragen und danach hing es nur noch im Schrank? Wie oft, wolltest du dich einfach schon mal neu ausprobieren aber hast es dann doch gelassen, weil du dir unsicher warst, wie oft du es tragen wirst? Wie oft fandest du ein Stück in der Anprobe super, hast dann aber nach ein paar mal Tragen gemerkt, dass der Stoff doch nicht so deins ist?
Von solchen Situationen gibt es doch unzählige, oder?
Und genau dafür sind solche Leihkonzepte einfach der Hit. Man kann sich ausprobieren, neu erfinden, neue Marken entdecken und und und. Was man dann nicht mehr trägt, sendet man einfach zurück. Und wenn man sich doch mal verliebt, dann kauft man das neue Lieblingsstück einfach ab. Das ist die Zukunft.

TIPP 7: Deine Kleidung nachhaltig pflegen

Wer kennt das nicht, der Pulli, die Hose oder das Kleid sehen nach einigen Malen Tragen und den ersten paar Waschgängen schon aus, als hätten wir die Kleidungsstücke schon Jahre. Dabei ist es wenig nachhaltig, seine Kleidung zu früh zu entsorgen. So entsteht Müll und wir sind dazu angehalten uns neue Kleidung zu kaufen, obwohl die alte Kleidung mit der richtigen Pflege noch deutlich länger ganz wunderbar ausgesehen hätte. So ist es, dass wir 90 Prozent unserer Kleidungsstücke zu früh aussortieren und entsorgen. Daher ist mein Tipp für mehr Nachhaltigkeit in deiner eigenen Textilwirtschaft: Pflege deine Kleidung richtig und verschaffen ihnen so ein langes und unbeschwertes Leben!

Was bedeuten die Pflegehinweise auf meiner Kleidung?

In jedem Kleidungsstück findest du ein Etikett mit den verschiedenen Pflegehinweisen. Das brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu erzählen. Aber mal Hand aufs Herz, wie oft hast du dir die Etiketten schon angeschaut? Und wie oft hast du dich bei der Pflege deiner Kleidung daran gehalten? Also ich bin ganz ehrlich. Ich habe es bis vor kurzem wirklich selten gemacht. Alles wurde gleich gewaschen, getrocknet und gebügelt. Aber die Hinweise stehen nicht ohne Grund in der Kleidung.
Zur Bedeutung der einzelnen Symbole auf dem Pflegeetikett ist bei mir schon ein weiterer Beitrag in Planung, den du dir dann gerne anschauen kannst.

Was solltest du neben den Pflegehinweisen beim Waschen noch beachten?

Was du beim Waschen deiner Kleidung beachten solltest, um umweltfreundlich zu waschen, habe ich dir ja bereits im Tipp 4 beschrieben. Aber was solltest du beim Waschen beachten, um deiner Kleidung einen Gefallen zu tun?
Weniger ist manchmal mehr! Richtig! Wir waschen unsere Kleidung deutlich zu oft. Jeder Waschvorgang ist für die Kleidungsstücke eine richtige Tortur. Entscheide bei deiner Wäsche genau, ob sie schon reif für die Waschmaschine ist oder du sie lieber zum Auslüften einfach für ein paar Stunden auf den Balkon hängst.
Natürlich beginnt das Wachen zunächst beim Sortieren deiner Kleidung. Dass du helle und dunkle Textilien nicht zusammen waschen solltest, da die dunklen sonst auf die hellen abfärben ist wahrscheinlich nichts Neues für dich. Bestimmt beherzigst du das bei dir auch bereits. Jedoch vernachlässigen wollte ich den Aspekt bei meinem Tipp nicht.
Solltest du empfindliche Materialien in deiner Wäsche haben wie beispielsweise Spitze, dann achte darauf, dass du diese in einen Wäschesack legst, bevor sie in die Waschmaschine fliegt. Denn die Kleidungsstücke werden dadurch beim Waschen geschützt und leiden weniger.
Wasche deine Kleidung nicht zu heiß, auch wenn sie laut Herstellerangabe heißer gewaschen werden darf. Je heißer das Wasser, desto mehr werden die Fasern beansprucht. Das beste für deine Kleidung und natürlich auch für die Umwelt ist das Waschen mit kaltem Wasser. Jedoch freut sich deine Kleidung auch schon, wenn du sie nicht ständig bei 60 Grad, sondern einfach nur bei 30 oder 40 Grad wäschst.

Was solltest du neben den Pflegehinweisen bei dem Trocknen deiner Kleidung noch beachten?

Zunächst ist das Trocknen der Kleidung im Trockner ebenfalls, wie auch das Waschen, eine ganz schöne Tortur für deine geliebten Kleidungsstücke. Daher solltest du darauf achten, dass du die Stücke nur in den Trockner legst, wenn es wirklich notwendig ist.
Um die Kleidungsstücke schnell von der unangenehmen Nässe zu befreien, solltest du bei der Trocknung darauf achten, dass diese genug Platz auf dem Wäscheständer haben. Wasche somit lieber in Etappen und warte zunächst das die erste Maschine trocken ist, bevor du die Nächste anschließt. Ansonsten staut sich die feuchte Luft zwischen den Kleidungsstücken und diese bleiben länger feucht.
Nehmt eure gewaschene Kleidung in keinem Falle zu früh vom Wäscheständer. Wenn ihr die Kleidung nicht vollkommen trocken in den Schrank legt, dann kann die noch feuchte Kleidung schnell anfangen schlecht zu riechen und ihr müsst sie erneut waschen. Noch schlimmer kann es jedoch werden, wenn sich in der feuchten Kleidung Schimmel bildet. Die Sporen sind nicht immer sichtbar und können nicht nur eure Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch die Farbe der Kleidungsstücke angreifen. Es kann sogar so weit gehen, dass die Schimmelsporen löcher in den Textilien hinterlassen.
Knitteranfällige Kleidungsstücke solltest du beim Trocken auf einen Bügel hängen. So werden diese schon beim Trocknen knitterfrei und du musst die Fasern nicht nochmal mit Hitze beim Bügeln belasten. Das schont die Kleidung und sie bleibt dir deutlich länger erhalten.
Bei Kleidungsstücken aus Strick oder Wolle solltest du darauf achten, dass diese liegend getrocknet werden. Denn werden die Sachen hängenden getrocknet, dann können die Fasern verziehen und das Stückgerät leicht aus der Form.

Was solltest du beim Bügeln deiner Kleidung beachten?

Das Bügeln ich sehr belastend für die Fasern und sollte daher nur dann getan werden, wenn es das Kleidungsstück wirklich benötigt. Klar kann man nicht immer darauf verzichten, aber wenn ihr eure Bluse oder Hemd bereits beim Trocknen auf den Bügel hängt, verkürzt ihr damit zumindest etwas die Bügelzeit. Achtet beim Bügeln aber definitiv auf die Hinweise auf dem Pflegeetikett, damit ihr euch lange an eurem Kleidungsstück erfreuen könnt. Kleiner Pro-Tipp: Manche Stoffe, oft bei italienischen Anzügen, lassen sich wunderbar glätten, indem man seine Dusche oder Badewanne heiß ausspült und dann das Kleidungsstück über den Wasserdampf hängt. Cool, oder? 🙂

Was solltest du bei der Lagerung deiner Kleidung beachten?

Doch nicht nur das Waschen, Trocknen und Bügeln beeinflussen die Langlebigkeit deiner Kleidungsstücke. Auch das richtige Lagern kann Maßgeblich dazu beitragen. So solltest du beispielsweise versuchen, dass du deine Wollpullover einzeln nebeneinander legst und nicht stapelst. So erleiden die Pullis nicht so viel Druck. Denn durch den Druck können sich Stellen der Pullover verziehen. Auf keinen Fall solltest du Kleidungsstücke aus Strick oder Wolle zum Lagern aufhängen. Denn dann leiern sie erst recht schnell aus. Bei Kleidungsstücken wie Blusen, Kleidern oder Blazer hingegen solltest du unbedingt hinhängen damit sie nicht verziehen.

Schlussgedanken zu meinen 7 Tipps zum nachhaltigen Shoppen und Umgang mit deiner Kleidung

Einige von meinen Tipps waren vielleicht keine bahnbrechende Neuheit aber mal ehrlich, wie häufig rufen wir uns eigentlich ins Gedächtnis, wie wichtig es ist auch bei er Pflege beziehungsweise dem Umgang mit unserer Kleidung achtsamer zu sein? Ich habe dir hier einfach mal ein paar Aspekte aufgelistet, die mir in den Kopf gekommen sind. Wenn wir davon zumindest ein paar Tipps beachten, können wir mehr Nachhaltigkeit in unsere Textilwirtschaft bringen. Nachhaltigkeit bezieht sich nämlich nicht nur auf die Herstellung und Materialien von Textilien, sondern eben auch auf die Langlebigkeit! Es bezieht sich auf einen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit dem, was wir besitzen und nutzen.

Hast du vielleicht noch ein paar Tipps, die den Artikel abrunden? Dann freue ich mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt.

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