Die 6-R!
Regeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Sicherlich hast du schonmal von den 6-R der Nachhaltigkeit gehört, weist jedoch nicht so genau was sich hinter den R verbirgt oder wie du sie im Alltag anwenden kannst.
Genau darauf zielt dieser Beitrag ab.
Was sind die 6-R, welche Regeln verbergen sich hinter den einzelnen R und wie kannst du die verschiedenen Regeln in deinen Alltag integrieren?
Diese Fragen möchte ich dir mit dem Beitrag beantworten.

Was sind die 6-R der Nachhaltigkeit?

Du magst mehr Nachhaltigkeit in deinen Alltag bringen und strebst eine grünere Lebensweise an? Die 6-R für mehr Nachhaltigkeit durch einen verantwortungsvollen Konsum sind Regeln, die dir dabei helfen dein Leben nachhaltiger und somit verantwortungsvoller dir selbst, deiner Mitmenschen und der Umwelt sowie Tierwelt gegenüber zu gestalten. Die 6-R bestehen aus RETHINK, REUSE, RECYCLE, REDUCE, REPAIR und REFUSE.

Diese 6-Regeln können dir im Alltag helfen mit kleinen Schritten eine große Wirkung zu haben.
Die 6-R zielen vor allem darauf ab, dass wir sie in unseren Alltag integrieren und damit letztlich unseren persönlichen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen und zum Vermeiden von Müll beizutragen.

Die 6-R für Nachhaltigkeit sind keine festen Regeln, die 1 zu 1 angewendet werden können. Die 6 prägnanten und alleinstehenden Begriffe, RETHINK, REUSE, RECYCLE, REDUCE, REPAIR und REFUSE sind Denkanstöße. Die Interpretation der einzelnen R ist dabei individuell. Ich beschreibe euch in diesem Beitrag wie ich die 6-R interpretiere und welche Maßnahmen sich daraus für mich ergeben haben.
Interpretierst du ein R ganz anders oder hast andere beziehungsweise weiterführende Maßnahmen für dich entdeckt, dann würde ich mich freuen, wenn du deine Sichtweise in den Kommentaren teilst. So können wir alle unser 6-R anpassen und so Schritt für Schritt immer weiter in Richtung einer nachhaltigen Welt wandern.

Das erste R für mehr Nachhaltigkeit – RETHINK

Das erste R für Nachhaltigkeit steht für RETHINK und somit für UMDENKEN. Ich interpretiere das R so, dass es dafür steht auf die Sucht nach nachhaltigen Alternativen im Alltag zu gehen und bestimmte Gewohnheiten zu hinterfragen. Bewusst auf die Suche nach Aktivitäten, Produkten, Dienstleistungen zu gehen, die das alltägliche Leben bestimmen und durch nachhaltige Alternativen ersetzen werden können.
Dabei ist es wichtige das wir auch unsere Tätigkeiten und Kaufentscheidungen hinterfragen. „Benötige ich das wirklich?“

Dabei ergeben sich Maßnahmen wie darauf zu achten, dass man bewusst Kauf. Bewusst zu schauen, ob es Alternativen zu unseren alltäglichen Besorgungen gibt, die weniger Umverpackung besitzt oder sogar gar nicht in Plastik verpackt sind. Das Durchstöbern des Kleiderschranks vor der nächsten Shoppingtour. So kann man sich beim Shoppen ganz ehrlich die Frage beantworten, ob man das Kleidungsstück wirklich benötigt oder nicht bereits ein ähnliches Teil hat.

Auch ergeben sich Maßnahmen wie die Überlegung, ob man seine Wege nicht so planen kann, dass man lieber zum Rad greift anstelle vom Auto.
Ein guter Tipp an der Stellen ist es auch einfach immer einen Getränkebecher oder eine Trinkflasche dabei zu haben, damit man sich jederzeit Getränke abfüllen kann oder sich einen Kaffee zum mit nehmen zu holen, ohne sich aus der Not heraus Wasser in einer Plastikflasche oder einen Kaffee in einem to-go-Becher kaufen zu müssen.
Aber auch die Essgewohnheiten lassen sich überdenken. Esst doch lieber weniger Fleisch aber kauft euch dafür wirklich Gutes – direkt vom Bauern.
Es gibt viele Situationen, bei denen sich aus nachhaltiger Sicht ein UMDENKEN lohnt. Sehr viele Dinge in unserem Alltag lassen sich nachhaltiger gestalten, wenn wir uns vor allem einmal fragen, kann ich etwas machen, was meinen Alltag nachhaltiger macht?

Das zweit R für mehr Nachhaltigkeit – REDUCE

Das zweite R für mehr Nachhaltigkeit steht für REDUCE und somit für REDUZIEREN.
Somit bedeutet es, in seinem Alltag den Plastikmüll und auch den Konsum zu reduzieren. Es bedarf nicht viel. Es verlang von uns lediglich, das wir uns wirklich einmal Gedanken über Sachen machen, die wir kaufen. Das Zauberwort dabei ist Minimalismus.
Auch bei REDUCE geht es wie bei RETHINK, um das Suchen von Alternativen. Jedoch nicht um Alternativen, um aktiv nachhaltiger zu kaufen – das natürlich auch – sondern um Alternativen, die den Konsum reduzieren. Das reduziert automatisch den entstehenden Müll und schont die natürlichen Ressourcen.
Der einfachste Start ist die Reduzierung des offensichtlichen Mülls. So geht es darum Waren zu vermeiden die in Plastik eingepackt sind oder sogar zwei Umverpackungen haben. Warum muss Gemüse mit einer natürlichen Verpackung noch in Plastik gehüllt sein? Lasst zum Beispiel die Plastiktüte im Supermarkt weg und nutzt euren Jutebeutel oder Rucksack. Verwendet euren eigenen Kaffeebecher und nicht den to-go-Becher mit Plastikdeckel.
Um den Müll bei seinem alltäglichen Einkauf zu reduzieren, reicht es ganz einfach aus, wenn man sich die Frage stellt, will ich es mir Kaufen, so wie es verpackt ist beziehungsweise bei dem Müll, den ich dabei produziere?
Ist es nur so nötig eingepackt, dass ihr JA sagt, dann kauft es. Ist es unnötig viel eingepackt, dass ihr NEIN sagt, dann lasst es liegen.
Neben dem Müll können wir uns aber auch in anderen Bereichen REDUZIEREN. Der Verzicht auf Fleisch oder andere tierische Produkte zum Beispiel. Muss es wirklich jeden Tag Fleisch geben?
Oder auch die Reduzierung des Kleiderhaushalts. Müssen Unmengen an Kleidungsstücken in unseren Schränken hängen, die wir nicht nutzen? Zauberwort: Capsul Wardrobe!
Oder auch im Badezimmer. Wie viele Sachen brauche ich? Muss ich wirklich alles haben, nur weil die Industrie mir sagt, dass es schön macht?
Stellt euch alle diese Fragen, und ihr werden sehen wie schnell es für euch normal wird, gewisse Käufe zu hinterfragen und wie schnell ihr euch dabei reduziert.

Das dritte R für mehr Nachhaltigkeit – REPAIR

Das dritte R für Nachhaltigkeit steht für REPAIR und somit für REPARIEREN.
Heutzutage werden einfach viel zu schnell viel zu viele Dinge weggeschmissenen, und das oftmals, weil wir einfach nicht wissen, wie wir sie reparieren sollen. Kaum hat ein Kleidungsstück ein kleines Loch, verschwindet es in der Mülltonne.
Wir sollten uns deshalb mehr Gedanken über das REPARIEREN machen. Wie kann ich kleine Löcher flicken oder wie kann ich Haushaltsgegenstände wieder in Gang bringen, wenn sie mal nicht so wollen wie es möchte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir bei Neuanschaffungen immer darauf achten, Dinge zu kaufen, die auf Langlebigkeit setzen oder Dinge, bei denen wir wissen, dass wir sie reparieren können, wenn sie mal kaputt sind.
Wenn wir nicht wissen, wie wir etwas reparieren können, dann ist Upcycling eine ganz wundervolle Alternative.
Übrigens: Upcycling ist nicht dasselbe wie Recycling. Kurz gesagt beschreibt das Upcycling das Aufwerten von alten Kleidungsstücken, um ihnen ein neues Leben zu schenken. Beim Recycling steht die Nutzung der Rohstoffe der zu entsorgenden Stoffe im Vordergrund. Diese sollen genutzt werden, um neuen Produkte von meist minderem Wert zu erstellen.
Stellt euch deshalb vor jedem Gang zur Mülltonne die Frage, gibt es nicht doch eine Möglichkeit den Gegenstand zu REPARIEREN?
Wenn es keine Möglichkeit gibt es wieder heile zu machen, dann schmeißt es trotzdem nicht weg, ohne zu überlegen, ob ihr nicht etwas anderes cooles daraus zaubern könnt.

Das vierte R für mehr Nachhaltigkeit – RECYCLING

Das vierte R für Nachhaltigkeit steht für RECYCLING und somit für WIEDERVERWERTUNG.
Es gibt Produkte die nicht mehr genutzt, repariert oder umfunktioniert werden können. Dann gibt es keine andere Möglichkeit mehr, als sie zu entsorgen. Hier kommt das Zauberwort RECYCLING zum Zuge. Denn hier steht die Nutzung der Rohstoffe, der zu entsorgenden Materialien im Vordergrund. Diese sollen genutzt werden, um neue Produkte zu erstellen. Ein Beispiel dafür ist eine alte Jeans oder ein altes Buch. Diese werden geschreddert und zu Dämmwolle verarbeitet. Aber auch das Zerkleinern von alten Textilien zur Herstellung von Putzlappen zählt zum Recycling. In den letzten Jahren, hat sich das Recycling jedoch weiterentwickelt und gewandelt, so findet man am Textilmarkt heutzutage mehr und mehr Produkte, die aus recycelten Materialien wie beispielsweise PET-Flaschen bestehen. Diese sind T-Shirts, Rucksäcke, Taschen sowie andere Modestücke und Accessoires.
Daher ist es super wichtig, dass die alten Sachen nicht einfach achtlos in den Müll geschmissen werden, denn die Produkte enthalten die wertvolle Stoffe für die neuen Produkte.
Das bedeutet, wir sind alle dazu angehalten, dass wir unsere alten Sachen so entsorgen, dass die einzelnen Rohstoffe nochmal wieder genutzt werden können. Hier ist die Mülltrennung eine mega wichtige Angelegenheit, der mehr Beachtung geschenkt werden muss. Oft werden Gegenstände einfach achtlos in irgendeine Mülltonne geschmissen ohne das sich darüber Gedanken gemacht wird in welche Tonne es gehört. Wir wissen alle das Mülltrennung kein sexy Thema ist und man bestimmt mit Freunden interessantere Themen hat, über die man sich unterhält. Fragt jedoch mal in eurem Freundeskreis nach, wie eure Freunde zum Thema Mülltrennung stehen und was sie so alles darüber wissen. Je genauer und penibler der Müll getrennt wird, desto mehr Rohstoffe können WIEDERVERWERTET werden.
Was aber natürlich noch vor der WIEDERVERWERTUNG steht, ist es, Müll zu vermeiden. Denkt also vor jedem Gang zur Mülltonne daran, dass wir Sachen auch spenden oder verschenken könne, wenn sie noch in Ordnung sind und ihr einfach keine Verwendung mehr für die Sachen habt. Denn eines ist klar:

Waste isn‘t waste until we waste it!

Auch beim Kauf von Gegenständen können wir den Kreislauf der Rohstoffe bereits unterstützen. Wichtig ist es, dass wir direkt darauf achten, dass wir recyclingfreundliche Sachen kaufen. So sollten wir darauf achtgeben, dass wir uns auf Sachen beschränkt, die am Ende ihres Lebenszyklus einfach zu recyceln sind. Beispielsweise Plastik kann zur aktuellen Zeit nur sehr sehr aufwendig beziehungsweise schwierig wiederverwertet werden. Somit wird es verbrannt oder bleibt auf der Mülldeponie liegen und gelangt somit in unsere Umwelt.

Das fünfte R für mehr Nachhaltigkeit – REUSE

Das fünfte R für Nachhaltigkeit steht für REUSE und somit für WIEDERVERWENDUNG.
Somit bedeutet REUSE tschüss zu sagen! Aber nicht zu Einwegprodukten nach dem Benutzen, sondern zu Einwegprodukten vor dem Kauf und somit tschüss aus dem Alltag.

– Das beutet, dass wir mehr wiederverwendbare Artikel nutzen sollten.

– Einen Jutebeutel zum Einkaufen anstatt einer Tüte aus dem Supermarkt!

– Einen eigenen Kaffeebecher anstatt einen to-go-Bechers mit Plastikdeckel!

– Abschminkpads, die gewaschen werden können anstatt Abschminkpads die nach einmaligem gebrauch in den Müll fliegen!

Denn ein jedes Produkt benötigt Ressourcen, um hergestellt zu werden und verursacht Müll, wenn es weggeschmissen wird. Da sollten wir uns wirklich Fragen, warum sollen wir uns für Artikel entscheiden, die wir lediglich einmal nutzen können? Die Ressourcen werden aufgewendet und der Müll entsteht, und das nur für einen einmaligen Gebrauch. Unsere Umwelt ist Dankbar für jedes bisschen Müll das vermieden wird. Tun wir ihr also einen Gefallen uns lasst uns zu wiederverwendbaren Produkten greifen.

Es ist egal ob man in die Küche schaut, ins Bad oder irgendwo anders hin in der Wohnung, überall gibt es Alternativen zu Einwegprodukten. Somit steht auch dieses R für das Suchen von Alternativen. Alternativen zu Wegwerfprodukten. Somit heißt es Augen auf beim Einkaufen und lieber zu Produkten aus Papier, Glas, Holz und anderen leicht recyclebaren und langlebigen Rohstoffen greifen anstatt zu Plastik.

Das sechste R für mehr Nachhaltigkeit – REFUSE

Das sechste R für Nachhaltigkeit steht REFUSE und somit für ABLEHNEN.
Das bedeutet wir sollten Dinge, bei denen wir wissen, dass sie nicht nachhaltig sind konsequent ablehnen. Nicht nach Ausreden suchen, um es nochmal zu kaufen oder um es sich doch irgendwie gut zu reden. Sagt NEIN zu Einweg-Plastik! Lass, alles liegen, was unnötig Plastikmüll verursacht und greife zu langlebigen, wiederverwendbaren Produkten aus nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoffen. Es gibt vieles zu dem wir lieber NEIN sagen sollten.

– Sagt NEIN zu unnötigen Verpackungen!
Schaut in Supermärkten nach unverpackten Waren wie Obst und Gemüse. Geht lieber in Unverpacktläden, als in den Discounter und lasst alles liegen, was unnötig eingepackt ist.

– Sagt NEIN zu Fleisch aus der Massentierhaltung!
Kauft euer Fleisch beim regionalen Bauern und nicht im Supermarkt.

– Sagt NEIN zu Fast Fashion!
Rennt nicht jedem neuen Fashiontrend hinterher, sondern macht euch beim Shoppen Gedanken über die Fragen, WARUM brauche ich das, WIEVIEL brauche ich wirklich, WIE wurde es hergestellt und WELCHE Materialien wurden verwendet. Kauft nachhaltig und fair oder second hand.

Hier geht es nicht um das Reduzieren von gewissen Dingen, sondern um das bewussten BOYKOTTIEREN von gewissen Produkten, Rohstoffen oder Herstellungsverfahren.

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